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Der Spiegel

Eine Arbeit steht an
Ich gebe mir Mühe, überlege hin und her
es war eine recht gute Leistung

Ich schaue in den Spiegel:
Ich war trotzdem nicht gut genug

Einmal bin ich traurig
Ich versuche es runterzuschlucken
schaffe es auch irgendwie

Der Spiegel sagt:
Du hättest nie traurig sein dürfen

Ich liebe jemanden
Ich will alles für ihn tun
Es tut weh

Der Blick in den Spiegel zeigt mir:
Ich muss härter sein

Manchmal muss ich mich auch selbst überwinden
Ich kämpfe gegen mich an
Habe den Spiegel stets im Blick

Der Spiegel blickt zurück:
Ich sehe einen Versager
Der Fehler macht
Der nie gut genug ist
Der besser sein muss

Ich schlage auf den Spiegel ein
Will nicht weiter hinein sehen
Ich trommle darauf ein
Die Hand beginnt zu schmerzen und der Spiegel hat keinen Kratzer
Der Versager schaut mich nur traurig an
Er hat wieder versagt



by Julian

27.8.07 14:08


Graue Welt

Das Licht verblasst, die Farben weichen,
dunstig fließende Nebelstreifen
hüllen alles ein ob Mensch ob Tier.
Die Welt verschwimmt im Jetzt und Hier.

Die Pracht des alten ist verschwunden,
hat sich in einem sanften grau wiedergefunden.
Ich drehe mich, alles schwarz-weiß
Weder hell noch dunkel, noch kalt noch heiß.

Der Himmel ist dunkel, kein Mond und keine Sterne
Nicht einmal eine Kinderseele gibt die Wärme
Die sonst schallend lachend die Straße füllt.
Nein. Alles ist in Schweigen gehüllt.

Und doch erfüllt eine sanfte Ruhe diesen Ort,
Niemand spricht ein einziges Wort.
Das Licht der Laterne scheint in einem milchigen Licht.
All das aufgeben? Das will ich nicht.


by Julian


Södele, hier mein allerneuestes Machwerk ^^
Nach einer kleinen inneren Emigration meine ich mal wieder etwas Kreativität gefunden zu haben (das kleine Biest hat sich hinterm Sofa versteckt) und da ist dieses neue Verbrechen gegen die Literatur herausgekommen
Ich denke das ganze benötigt etwas Erklärung, bevor mir hier wieder 30 Leute die Bude einrennen, was das nun bedeuten soll.
Das ganze Gedicht hat eigentlich keine richtige Aussage, es beschreibt eigentlich nur ein Bild, das ich gestern hatte. Ich bin Abends mit meinen Eltern nach Hause gekommen und das gesamte Kaff war in so einer richtig dicken Nebelsuppe eingehüllt. Und das hatte einen ganz interessanten Effekt, nämlich, dass die Farben im weißen Laternenlicht ziemlich verblasst sind, und man am Himmel keine Sterne gesehen hat (Wegen zu viel Nebel oder zu viel Wolken weiß ich nicht)... Auf jeden Fall hat mich das irgendwie voll angetan über mir einen pechschwarzen Himmel, und um mich herum eine schwarz-weiße Welt zu haben.... gut, ich weiß, die meisten können sich wohl was besseres einfallen lassen, aber ich war wenigstens für diesen Moment ziemlich glücklich ^^
Aber gut, bevor ich hier noch tiefer in irgendwelches schmalziges Gerede versinke, wünsch ich euch einfach noch ne schöne Zeit


Greetz
Inqui

27.8.07 14:08


Sehnsucht

Warten, glauben, wünschen, hoffen
Diese Welt liegt vor mir offen.
Verlangen, betteln, mit Tränen erbitten
Ich habe doch schon so viel gelitten.

Komm doch zu mir, ich kann nicht mehr,
Ich will nicht weiter, ich bin so leer.
Meine Arme sollen dich umschließen,
Hast mir doch jeden Dienst erwiesen.

Jeden Dienst der Liebe, ich danke dir,
doch mir wir das Herz so schwer.
Ich würde dich so gern erreichen,
nur eine Sekunde, das würde mir reichen.

Dich berühren, deinen Atem spüren,
die meinen Lippen zu deinen führen.
Ein kurzer Kuss, ich wünsch es mir,
All mein Verlangen, gehört nur dir.

by Julian

Hm... ich hab dieses Gedicht gerade geschrieben, weil ich mich so sehr nach meiner Süßen sehne. Das ist einfach der große Nachteil an Fernbeziehungen... man kann den Partner nicht einfach dahaben, wenn man ihn mal braucht. Aber was erzähle ich, sagt mir einfach, was ihr so über das Gedicht denkt, und eine schöne Zeit hier noch auf der Page.

Greetz
Inqui

27.8.07 14:07


Sonnenstrahl

Ein grauer Oktobermorgen,
ich hatte meinen Kopf zwischen den Armen geborgen.
Ich war traurig, wollte weinen,
doch sollte das Schicksal es anders mit mir meinen.
Ich suchte mir ein Zeichen,
die Freude sollte mich erreichen.
Und dann... durch das kleine Fenster stahl,
sich heimlich sacht ein Sonnenstrahl.

by Julian


K, hier auch mal wieder ein Gedicht, das mir sogar selbst ganz gut gefällt ^^
Ich hoffe mal die genaue Beschreibung erübrigt sich... Aber für diejenigen, die auf der Berliner Hauptgasleitung sitzen: Es sind die kleinen Dinge, die einen verändern können und das Leben lebenswert machen ^^

Greetz
Inqui

24.9.06 21:38


Lebensstrom

Wenn ich laut ein Liedlein singe,
und dabei vibriert die Stimme,
ja dann fließt der Lebensstrom.

Wenn ich mir die Worte spinne,
und leise eine Gedicht ersinne,
ja dann fließt der Lebensstrom.

Wenn ich springe, juble, renne,
und in meinem Leben keine Grenzen mehr kenne,
ja dann fließt der Lebensstrom.

Wenn ich kraftlos in mir weile,
und ich verzweifelt meine Wunden heile,
ja dann fließt der Lebensstrom.

Wenn ich spüre, dass ich noch lebe,
und auf meine Zukunft hinstrebe,
ja... das ist der Lebensstrom.

by Julian


So, jetzt mal wieder eine richtige Erklärung zu dem Gedicht ^^". Ich habe in meinem Leben häufig Höhen und Tiefen. Natürlich fände ich es schön, wenn es mehr Höhen als Tiefen gibt, aber sic vita est ^^.
Die Aussage des Gedichtes sollte sein, dass man lebt, solange man sowas überhaupt hat... Ich habe mich häufig ziemlich tot gefühlt, wenn ich mir eingeredet hab, es wäre egal, was ich mache, das Leben geht wohl irgendwie weiter... und dieses Gedicht soll mich quasi selbst daran erinnern, dass das vielleicht eine nette Methode ist, den Sorgen des Lebens zu entkommen, aber nunmal die falsche... nur wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
Ich hoffe das war jetzt nicht zu kompliziert xD Wenn doch dann schreibt es in die Comments, mir in ICQ oder eben über mail ^^ ich freue mich weiterhin über jedes Feedback :P

Greetz
Inquisitor

24.9.06 20:54


Seelenschrei

Meine Stimme versagt mir.
Meine Tränen fließen nicht mehr.
Ich liege am Boden und rühre mich nicht.
Man mag mich sicher für tot halten,
so wie ich daliege.
Aber es ist ganz anders.
Meine Verzweiflung hat sich einen Weg gesucht
Und entspringt mir nun ohne Kontrolle.
Es sind keine Tränen, die rollen,
keine Schreie, die ungehört in der Leere verhallen.
Meine Seele erhebt sich, sie zieht Kraft aus der Verzweiflung.
Sie erhebt sich über mich,
und für einen Moment wird alles still.
Dann brüllt sie.
Sie brüllt in alle Richtungen.
Über das Land, in die Tiefen der Erde
Und in die Unendlichkeit des Himmels.
Sie brüllt mit einer Stimme,
die man nicht überhören kann.
Aber dennoch hört sie nur einer.
Er senkt seine Hand auf meine Seele hinab.
Nimmt sie fest auf und beschützt sie.
Er reinigt ihre Wunden und versorgt sie.
Er hält sie mit aller Wärme
Er brennt die Verzweiflung aus ihr aus.
Dann gibt er sie mir zurück.
Ich stehe langsam auf.
Ich danke.
Und ich lebe.

by Julian


Ja, was schreibt man zu so einem Gedicht? Ich habe Kraft bekommen, wo vorher keine war. Ich habe Luft geatmet, die nicht existierte. Ich war einfache in Frieden.

Greetz
Inquisitor

3.9.06 20:58


Fantasia

Schau, was kannst du hier alles sehn?
Denk nach, kannst du es wirklich verstehn?
Reißende Flüsse, weites Land,
alles geschaffen von meiner unsichtbaren Hand.

Woher kommt das alles, fragst du nun,
aber ich bitte dich: lass die Fragen ruhn.
Geh mit mir wohin du willst,
ob du auf grünen Wiesen liegst, oder den wilden Tieren spielst.

Nichts bleibt dir hier verwehrt,
keine Trauer dich hier verzehrt.
Hier gibt es alles, nur eins gibt es nicht:
Ein Wesen, das böse Sachen spricht.

Hier bist du Herr, kannst alles erfinden
Der Welt deinen Willen aufbinden.
Dies ist Fantasia, geschaffen von jedem,
Das Land, wo die Berge aufragen, und fremde Wesen leben.

Jedes Fantasia sieht anders aus,
denn es kommt von jedem selbst heraus.
Doch in einem sind sie alle gleich,
gäbe es keine Fantasie, gäbe es auch kein einziges Reich.

Fantasia ist eine Zuflucht,
erschaffen von jedem der seine Ruhe sucht.
Doch wenn du einmal die Fantasie verlierst,
Wird dein Fantasia zerfallen, auf dass du es nie wieder spürst.

by Julian



Hm... okay, ich gebe zu: Ich bin selbst nicht so ganz zufrieden mit diesem Gedicht ^^
Ich wollte an sich eine kleine Fantasiewelt malen, aber das hat sich dann doch anders ergeben, naja egal So hat es auch seine eigene Aussage ^^
Ich finde es schön, wenn sich Menschen manchmal ihre eigenen Welten zusammenbasteln und darin Ruhe suchen.... ich selbst habe das die letzte Zeit wohl viel zu selten gemacht und sollte mal wieder Anfangen
Aber gut, ich freue mich wie immer über Comments, Morddrohungen, und Emails (außer über die, in denen es um die Vergrößerung gewisser Körperteile geht)


Greetz
Inquisitor

19.8.06 15:10


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